Basisannahmen seiner Pragmatik



‚handeln‘ ist aus koerperphilosophischer Sicht unvermeidlich und umfasst in jedem Augenblick die Taetigkeiten ‚entscheiden‘ fuer eine bestimmte Moeglichkeit und ‚verzichten‘ auf alle anderen. . ‚handeln‘ wird ‚je nach dem‘ bezeichnet als atmen, gehen, sprechen, verdauen …usw. Kurz: ‚handeln‘ bezeichnet alle Lebensaeusserungen eines Menschen. Diese Beschreibungen und Unterscheidungen gehen von dem aus, was sich durch ‚hinsehen‘ erheben laesst. Die Annahme Ernst Machs, dass ‚handeln‘ im Zusammenwirken mit ‚denken‘ und ‚wahrnehmen‘ eine Einheit bilde, kommt der Sichtweise Rolf Reinholds auf ‚handeln‘ sehr nahe. (vgl. Ernst Mach: Analyse der Empfindungen und das Verhältnis des Physischen zum Psychischen. Ernst-Mach-Studienausgabe, Band 1. Eingeleitet und bearbeitet von Gereon Wolters. Dort vor allem die „Antimetaphysischen Vorbemerkungen“. online text hier)

Diese Beschreibung kontrastiert zu den ueblichen Sichtweisen auf ‚handeln‘ in mehrfacher Hinsicht. Menschliches wird im Kontext von ‚hinsehen‘ und ‚überpruefen‘ als Koerperliches aufgefasst.  ‚handeln‘ ist daher in jedem Moment eine Leistung des Koerpers. Mit ‚denken‘ wird ein ‚handeln‘ bezeichnet, das sich z.B. in einer sitzenden menschlichen Gestalt zeigt, den Kopf auf die Hand gestuetzt und vor sich hinblickend. Aus koerperphilosophischer Sicht kann mehr vom ‚denken‘ durch ‚hinsehen‘ nicht herausgefunden werden. Andersartige Aeußerungen Einzelner über ihr Denken bleiben davon unberuehrt, solange sie für gemeinsames ‚handeln‘ kein Hindernis darstellen. Reine Ideen, reine Vernunft und Begriffe des Verstandes … u.ae.m. werden als  Spekulationen aufgefasst.  Die Wirksamkeit von Spekulationen für ‚handeln‘ wird verworfen.  „Was reines Denken genannt wird, Denken, welches von äußerlichen Zufälligkeiten des Lebens befreit ist, würde, selbst wenn es etwas geben würde, als Richtschnur für das Handeln ohne jede Bedeutung sein. Das letztere nämlich vollzieht sich immer in einer von Zufälligkeiten bestimmten Situation.“ (John Dewey: Deutsche Philosophie und Deutsche Politik. Berlin/Wien 2000, S. 82. Vgl. dazu Oliver Puke: Zur Kritik philosophischer Unbedingtheitsansprüche. S. 188f. Oliver Puke: Zur Kritik philosophischer Unbedingtheitsansprüche. München (Waxmann) 2008, S. 188f.)

Aus Aeußerungen über eigenes ‚handeln‘ wie „Das mache ich so nie wieder!“ wird geschlossen, dass ‚denken‘ vermutlich die Taetigkeit sein duerfte, die die jeweils bestimmte Situationen, deren Konstellationen und Dinge erinnernd zum Thema hat. Im Hinblick auf weiteres ‚handeln‘ wird es als ‚herausfinden‘ von anderen Möglichkeiten für ‚handeln‘ in aehnlichen Situationen aufgefasst werden koennen. ‚denken‘ hat daher immer mit Problemloesen zu tun.

Wie ‚denken‘ innerhalb der Einheit Koerper mit ’sensorieren‘ und ‚handeln‘ wirkt, bleibt offen. Feststellen aber kann man: ‚aendern‘ von Denkweisen, ‚verzichten‘ auf  Gewohntes veraendert ‚handeln‘ und ’sensorieren‘. Mein ‚umsetzen‘ von Anregungen der Rolf Reinhold Philosophie haben auf diese Weise meine Lebensqualitaet sehr deutlich optimiert.

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